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    :Basteln:Bastelanleitung:Karosserie lackieren:

Karosserie lackieren


Die Umgebung in der lackiert wird sollte min. 20°C warm sein (ansonsten wird der Lack matt oder bekommt gar Risse) und sollte nach dem Lackieren gut gelüftet werden. Den Arbeitsplatz an dem man lackieren will kleidet man am besten als erstes mal mit 2-3 Lagen alter Zeitung aus.

Die Karosserie wird für das Lackieren am besten auf 4 Zahnstocher aufgelegt die in einer kleinen Styropor-Platte stecken.


Die auf Zahnstochern aufgelegte Karosserie.



Grundieren
Zur besseren Haftung des Lacks sollte die Karosserie als erstes grundiert werden. Zur Grundierung verwende ich den "Universalgrundierer" von Duplicolor, dieser lässt sich sehr gut verarbeiten, haftet auf fast jedem Material und ergibt nach dem Auftragen eine sehr glatte Oberfläche.

Den Grundierer sehr gut schütteln und aus ca. 25cm Entfernung in kleinen Stößen (die Spraydose dabei unbedingt bewegen und auf keinen Fall fest auf eine Stelle "zielen") eine dünne Schicht auf die Karosserie aufbringen. Danach gut trocknen lassen.

Farbwahl
Für Sprayfarben gibt es etliche Möglichkeiten: Autofarbe oder Modellbaufarbe? Welcher Hersteller? Eine allgemein gültige Formel hierzu gibt es nicht - ich werde hier nur meine persönliche Meinung dazu schreiben, aber auch das ist wieder eine Stelle an der jeder seine eigene Meinung hat und davon oftmals für den Rest des Lebens nicht mehr abrückt...

Von den Farben aus dem Baumarkt würde ich nur zu Farben von Markenherstellern greifen, insbesondere sei an dieser Stelle Duplicolor empfohlen. Vorsicht allerdings bei Metalliclacken, die Pigmente sind bei diesen Farben deutlich größer als bei den Farben aus dem Modellbaugeschäft was ich persönlich als störend empfinde. Sollte man mit Farben aus dem Baumarkt lackieren wollen ist eine Grundierung mit einer passenden Grundierung zwingend erforderlich.

Von den Modellbaufarben kann ich vor allem die Tamiya-Farben aus der TS-Serie (Siehe Aufdruck auf dem Deckel) sehr empfehlen. Eindeutig abraten würde ich hingegen von Farben der Marke Revell - ich habe damit schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht. (Die Konsistenz ist sehr schwankend, außerdem sind manche als glänzend deklarierten Lacke eher matt. Einem Bekannten von mir ist es passiert dass der Klarlack nach dem lackieren komplett mit kleinen Bläschen überzogen war, absolut unansehnlich).

Der besondere Tip für weiße Autos: Unbedingt Tamiya TS-26 "Pure White" nehmen. Das ist das einzige mir bislang bekannte weiß das wirklich weiß und nicht "hell-Elfenbeinfarben" ist...


Meine Empfehlungen: Universalgrundierer von Duplicolor, Farben von Duplicolor und Tamiya



Lackieren
Vor dem lackieren die Spraydose einige Minuten kräftig schütteln.
Aus ca. 20 - 30cm Entfernung in mehreren kurzen Stößen die Farbe aufsprühen. Dabei auf keinen Fall auf einen Punkt fixiert sprühen sondern die Farbe über einen Bereich des Autos verteilen. Auch wenn nur noch an einer kleinen Stelle etwas fehlt! Das Auto nach und nach mitsamt dem Styropor auf dem es aufgebockt ist drehen so dass man einmal rundum lackiert.

Man sollte beachten dass es nur eine kurze Zeit möglich ist dass neu aufgesprühter Lack mit dem vor kurzem gesprühten verläuft. Nach wenigen Minuten beginnt der Lack abzubinden und man sollte ihn nun auch in Ruhe lassen und min. 2 Tage austrocknen lassen. Wenn man mehrere Minuten nach dem lackieren merkt dass an einer Stelle noch Lack fehlt sollte man lieber nach 2 Tagen noch mal eine komplette Lackschicht neu aufbringen anstatt zu versuchen Schönheitsreparaturen durchzuführen die dann am Ende doch nicht schön aussehen.

Auf keinen Fall sollte man aber zu viel Lack in einem Lackiergang aufbringen, ansonsten wird der obere Teil des Lackes keinen Halt mehr an der Karosserie haben und verlaufen.


Die Karosserie nach dem lackieren.

Wenn's mal daneben gegangen ist...
Wenn die Lackierung mal daneben gegangen ist kann man den Lack mit acetonfreiem Nagellackentferner wieder von der Resin-Karosserie entfernen. Ist zwar eine große Sauerei, für die Karosserie aber wohl besser als Schleifpapier da die kleinen Details auf der Karosserie nicht mit abgeschliffen werden.

2-Farb-Lackierung?
Einige Modelle benötigen eine Zweifarblackierung. Dazu lackiert man das Auto zuerst mal in der helleren der beiden Farben wie soeben beschrieben und lässt es dann min. 2 Tage trocknen.

Wenn der Grundlack getrocknet ist klebt man mit entsprechendem Maskierband die Bereiche ab, in denen die Grundfarbe erhalten bleiben soll. Für größere Flächen kann man auch nur den Rand der Fläche abkleben, Über den Rest Plastikfolie legen und diese dann auf dem schon angebrachten Klebeband mit weiterem Klebeband fixieren. Falls nicht eindeutig klar ist wo abgeklebt werden muss und es Decals gibt die über die Trennlinie geklebt werden sollen kann es hilfreich sein eine Kopie des Decalbogens auf normales Papier anzufertigen, um sich daraus Schablonen auszuschneiden mit denen man besse erkennen kann wo abgeklebt werden muss.

Auf jeden Fall ist darauf zu achten dass der Rand des Klebebands ordentlich aufgedrückt ist damit der Lack nicht darunter fliessen kann - das gilt insbesondere bei kleine Ritzen auf der Karosserie.

Wenn die Karosserie fertig abgeklebt ist wie im vorherigen Schritt lackieren, trocknen lassen und dann das Klebeband wieder entfernen.

Details bemalen
Nach dem lackieren gilt es einige Details (Scheinwerferhintergründe, Lufteinlassschlitze, ...) anzumalen. Das wichtige dabei ist einen sehr kleinen Pinsel zu haben. Im sehr gut sortierte Modellbaufachhandel gibt es teilweise spezielle, nur wenige mm große Pinsel. Ansonsten sollte man sich im Schreibwarengeschäft einen Pinsel der Größe 000 besorgen und die Haare auf ca. 4-5mm kürzen. Damit lassen sich dann diese Kleinigkeiten sehr gut bemalen ohne dabei gleichzeitig die schön lackierte Karosserie zu versauen.

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